Telemedizin für schwangere Frauen

October 20, 2019 - Anna E. Schmaus-Klughammer

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: Schwangere brauchen optimale Versorgung - Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml fördert Bayerisches Telemedizinprojekt Schwangerschaft (BaTeleS)

Telemedizin für schwangere Frauen in Bayern

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt sich für eine weitere Verbesserung der Versorgung von Schwangeren ein. Huml betonte am Montag: "Wir möchten insbesondere bei Hochrisikoschwangerschaften die Betreuung werdender Mütter weiter verbessern und die Risiken minimieren. Daher fördern wir das Projekt BaTeleS, das untersucht, inwieweit eine zusätzliche telemedizinische Betreuung das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft verringern kann."

Das Projekt untersucht beispielsweise, ob der Gewichts- und Blutdruckverlauf in der Schwangerschaft durch eine telemetrische Übertragung genauer und zuverlässiger erfasst und damit Risiken während der Schwangerschaft schneller erkannt werden können. Die Bayerische Staatsregierung investiert mit dem umfangreichen Digitalisierungsprogramm Masterplan BAYERN DIGITAL bis 2022 rund sechs Milliarden Euro für schnelles Internet, digitale Sicherheit, digitale Gesundheit und Pflege, digitale Bildung und Chancen im ganzen Land. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit)

Telemedizin für schwangere Frauen in Deutschland

Das Thema Telemedizin für Schwangere wurde auch schon am Klinikum Darmstadt eingehender bearbeitet. Unter dem Titel „Digitale Hebammen sollen Klinik entlasten" veröffentlichte die Ärzte Zeitung einen Artikel zu diesem Thema.

Telemedizin für schwangere Frauen weltweit

Die Verbesserung der Versorgung von Schwangeren kann mit Hilfe von der webbasierten Telemedizin Plattform Case.io verbessert werden. Um dies wissenschaftlich zu bestätigen werden in Zusammenarbeit mit internationalen Studenten der Technischen Hochschule Deggendorf dem European Campus Fallstudien zu dem Thema erarbeitet und ausgewertet. Die Studenten des Master Medical Informatics Studiengangs bringen alle Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Auswertung mit, da es sich bei ihnen teilweise um bereits ausgebildete Ärzte bzw. IT Experten handelt. Mit einbezogen in das Projekt werden auch Hebammen aus Deutschland. Das Projekt wird tragbare Ultraschallgeräte für die Untersuchungen von Schwangeren in Entwicklungsländer testen und in die Studie mit einfließen lassen.

Bereits seit 2008 hat die Klughammer GmbH Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gynäkologen und Hebammen in der Mongolei. Zusammen mit der UNFPA, LuxDev, der DEZA und dem Swiss Surgical Team vernetzte Klughammer GmbH Krankenhäuser in Ulaanbaatar und sowie Aimag und Soum Krankenhäuser mit Hilfe der Plattform CampusMedicus und Ultraschallgeräten. Wissenschaftlich unterstützt wurde das Projekt durch die Universitätsspital Basel, Herrn Professor Martin Oberholzer (Histopathologe). Mongolische Ärzte arbeiten auch heute noch täglich mit dem System. Hierzu erstellen sie Patientenfälle welche innerhalb von 24 Stunden von deutschen Histopathologen (Experten) mit einer Zweitmeinung ergänzt werden.